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Make verbindet eigene Agenten mit monday.com

Vier Beta-Module bringen Chats, Erwähnungen, Zuweisungen und Agentenantworten zwischen monday.com und Make zusammen.

8 Minuten Lesezeit

Ein eigener KI-Agent kann jetzt über Make als sichtbares Teammitglied in monday.com arbeiten. Die am 15. Oktober 2026 vorgestellte Bring-Your-Own-Agent-Integration verlagert die Agentenlogik in ein Make-Szenario und hält die Interaktion dort, wo Teams ohnehin Aufgaben, Gespräche und Zuständigkeiten verwalten.

Neu sind vier Beta-Module. Zusammen bilden sie die Verbindung zwischen Ereignissen in monday.com, der Verarbeitung in Make und einer Antwort im ursprünglichen Arbeitskontext. Der Agent kann Chats, Erwähnungen und Zuweisungen aufnehmen, eine Antwort senden und monday.com AI beziehungsweise den Platform Agent ansprechen. Das ist mehr als eine gewöhnliche Weiterleitung: Aus einer Aktivität im Board kann eine Agentenaktion werden, deren Ergebnis wieder als sichtbarer Beitrag in monday.com erscheint.

Der neue Baustein sitzt zwischen Arbeitskontext und Agentenlogik

Die Rollen sind klar getrennt. monday.com liefert den Kontext, in dem Menschen arbeiten: ein Chat beginnt, ein Agent wird erwähnt oder eine Aufgabe wird ihm zugewiesen. Make übernimmt die Verbindung zur eigenen Logik. Dort können weitere Anwendungen, Datenquellen und Entscheidungsregeln in das Szenario einbezogen werden. Anschließend gelangt die erzeugte Antwort zurück zu monday.com.

Damit entfällt ein technischer Zwischenbau, der bei externen Agenten sonst schnell umfangreich wird. Ohne die Integration müssten Teams Ereignisse aus monday.com selbst entgegennehmen, den richtigen Kontext an ihren Agenten übergeben und dessen Ergebnis über eine eigene Antwortschnittstelle zurückschreiben. Die neuen Module stellen genau diese Übergabepunkte innerhalb von Make bereit.

Entscheidend ist die Richtung in beide Seiten: Die Integration kann nicht nur ein Signal aus monday.com an Make übergeben. Sie sieht auch einen Rückkanal für die Agentenantwort vor. Dadurch bleibt der Agent für die Beteiligten nicht als unsichtbarer Hintergrunddienst verborgen, sondern tritt im bestehenden Arbeitsraum in Erscheinung.

Vier Module decken drei Eingangssituationen und die Antwort ab

Die vier Beta-Module lassen sich nach ihrer Aufgabe lesen. Auf der Eingangsseite stehen Interaktionen, die einen Agenten gezielt ansprechen: ein Chat, eine Erwähnung oder eine Zuweisung. Auf der Ausgangsseite steht die Antwort, die der Agent wieder in monday.com veröffentlicht. Zusätzlich kann das Szenario monday.com AI oder den Platform Agent aufrufen.

Ein Chat eignet sich für direkte Dialoge. Eine Person kann dem Agenten eine Frage oder einen Arbeitsauftrag schicken, ohne den Kontext in ein separates Werkzeug zu kopieren. Die Erwähnung passt zu Diskussionen, in denen der Agent punktuell gebraucht wird: Er wird in einem bestehenden Kontext angesprochen und kann genau darauf reagieren. Eine Zuweisung behandelt den Agenten stärker wie ein Teammitglied, das eine klar adressierte Aufgabe erhält.

Diese Auslöser sind fachlich verschieden. Ein Chat signalisiert ein Gespräch, eine Erwähnung einen Beitrag zu einem laufenden Austausch und eine Zuweisung die Verantwortung für einen Arbeitsgegenstand. In Make kann deshalb je nach Eingang ein anderes Szenario oder eine andere Verzweigung greifen. Die Rückgabe bleibt dennoch im vertrauten monday.com-Kontext sichtbar.

Der Aufruf von monday.com AI und des Platform Agent erweitert die Verbindung um die hauseigenen KI-Funktionen. Eine eigene Agentenlogik kann damit nicht nur externe Dienste ansprechen, sondern auch Fähigkeiten aus der monday.com-Plattform in ihre Verarbeitung einbeziehen. Welche Funktion gewählt wird, hängt vom konkreten Szenario ab: Die neuen Make-Module stellen dafür die Verbindung bereit, nicht eine einzige fest vorgeschriebene Agentenarchitektur.

Ein Briefing-Agent beantwortet Erwähnungen im Board

Ein naheliegendes Muster ist ein Agent, der bei einer Erwähnung ein kurzes Arbeitsbriefing erstellt. Ein Teammitglied markiert den Agenten an einem Element und formuliert den Auftrag im vorhandenen Kontext. Das zugehörige Beta-Modul übergibt die Interaktion an Make. Das Szenario kann anschließend Informationen aus angebundenen Quellen zusammentragen, die eigene Agentenlogik ausführen und das Ergebnis über das Antwortmodul zurückgeben.

Der Vorteil liegt nicht allein in der Texterzeugung. Der Agent erhält seinen Startpunkt aus einer konkreten Aktivität in monday.com. Menschen müssen keine Aufgabenbeschreibung in ein separates Chatfenster übertragen und das Ergebnis danach manuell ins Board kopieren. Anfrage und Antwort bleiben für alle Beteiligten am selben Arbeitsgegenstand nachvollziehbar.

Für redaktionelle Teams könnte der Agent beispielsweise aus einer Zuweisung ein Briefing mit Zielgruppe, Kernfrage und vorhandenen Materialien erstellen. In einem Produktteam könnte er eine erwähnte Kundenanforderung nach Themen sortieren und eine knappe Zusammenfassung liefern. Die konkrete Recherche oder Verarbeitung kann über die Anwendungen erfolgen, die im Make-Szenario verbunden sind; monday.com bleibt der Ort für Auftrag und Ergebnis.

Dabei lohnt sich eine präzise Eingabe. Eine Erwähnung wie „Fasse die Rückmeldungen zusammen und nenne die drei häufigsten Anliegen“ gibt dem Agenten ein klares Ausgabeformat. Ein Auftrag wie „Bereite das vor“ lässt dagegen offen, welche Informationen gebraucht werden. Die Integration löst die technische Übergabe, ersetzt aber keine eindeutige Aufgabenbeschreibung.

Symbolbild
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Zuweisungen machen den Agenten als Teammitglied sichtbar

Die Zuweisung eröffnet ein anderes Nutzungsmuster als der Chat. Statt auf eine einzelne Frage zu reagieren, erhält der Agent einen Arbeitsgegenstand. Dadurch lässt er sich in bestehende Boards einordnen, ohne dass für ihn eine parallele Oberfläche eingerichtet werden muss.

Ein Beispiel ist die erste Einordnung eingehender Anfragen. Wird ein Element dem Agenten zugewiesen, startet das entsprechende Make-Szenario. Die Agentenlogik kann den vorhandenen Kontext auswerten, ergänzende Informationen aus verbundenen Werkzeugen heranziehen und eine strukturierte Rückmeldung formulieren. Über das Antwortmodul erscheint das Ergebnis wieder in monday.com, wo ein Mensch damit weiterarbeiten kann.

Auch bei wiederkehrenden Vorbereitungsaufgaben ist diese Form nützlich. Der Agent kann eine Zusammenfassung erstellen, Material zu einer Aufgabe bündeln oder eine vorgegebene Klassifikation anwenden. Die Zuweisung zeigt zugleich, dass der Agent gerade adressiert wurde. Das unterscheidet die Integration von einer unsichtbaren Automatisierung, die bei jeder Änderung im Hintergrund startet.

Die sichtbare Rolle sollte jedoch zur tatsächlichen Fähigkeit passen. Ein Agent, der Informationen zusammenfasst, sollte nicht als Entscheider dargestellt werden. Sinnvoll sind Aufgaben mit klar beschriebenem Ergebnis: eine Zusammenfassung, eine Liste erkannter Themen, ein Entwurf oder eine Antwort auf eine konkrete Frage. So bleibt verständlich, was die Agentenantwort leistet.

Chats eignen sich für Rückfragen mit unmittelbarem Kontext

Der Chat-Eingang macht den Agenten direkt ansprechbar. Das bietet sich für Situationen an, in denen eine einmalige Antwort wichtiger ist als die Bearbeitung eines zugewiesenen Elements. Menschen können eine Frage stellen, Make anstoßen und die Antwort wieder in monday.com erhalten.

Ein Vertriebs- oder Serviceteam könnte den Agenten etwa um eine knappe Zusammenfassung vorhandener Informationen bitten. Ein Projektteam kann nach dem aktuellen Inhalt eines Arbeitsgegenstands fragen oder einen längeren Diskussionsverlauf verdichten lassen. Wenn das Make-Szenario weitere Anwendungen verbindet, kann die Antwort Informationen aus mehreren zulässigen Quellen zusammenführen.

Für gute Ergebnisse sollte der Auftrag den gewünschten Umfang nennen. „Fasse den Verlauf in fünf Punkten zusammen und trenne Entscheidungen von offenen Aufgaben“ ist für einen Agenten eindeutiger als eine allgemeine Bitte um Hilfe. Ebenso kann die Antwortform festgelegt werden, etwa eine kurze Liste, ein Absatz oder eine vorbereitete Statusmeldung.

Die Stärke dieses Musters liegt in der geringen Reibung: Der Dialog beginnt in monday.com, die Verarbeitung kann außerhalb der Plattform stattfinden, und die Antwort kehrt an denselben Ort zurück. Nutzerinnen und Nutzer müssen die technische Kette dahinter nicht bedienen.

Make wird zur Laufzeit für die eigene Agentenlogik

Die neue Integration verändert die Rolle von Make in dieser Verbindung. Das Szenario transportiert nicht nur Daten zwischen zwei Anwendungen. Es bildet den Raum, in dem die eigene Agentenlogik auf ein Ereignis reagiert, weitere Werkzeuge einbezieht und eine passende Antwort vorbereitet.

Dadurch lassen sich vorhandene Make-Verbindungen nutzen, ohne die Oberfläche von monday.com nachzubauen. Ein Szenario kann beispielsweise eine interne Wissensquelle abfragen, Inhalte transformieren oder einen externen Dienst ansprechen. Der genaue Werkzeugmix hängt vom jeweiligen Konto und Szenario ab; der neue Teil ist die direkte Verbindung zum Agentenkontext von monday.com.

Für die Gestaltung bietet sich eine klare Zuordnung an: Ein Ereignistyp startet eine eindeutig definierte Aufgabe, die Agentenlogik erzeugt ein festgelegtes Ergebnis, und das Antwortmodul bringt dieses Ergebnis zurück. Verzweigungen sind besonders dann sinnvoll, wenn Chats, Erwähnungen und Zuweisungen unterschiedliche Erwartungen auslösen. Eine Chatfrage kann sofort beantwortet werden, während eine Zuweisung ein ausführlicheres Ergebnis verlangt.

Auch Fehler lassen sich fachlich verständlicher behandeln, wenn die Ausgabeform von Anfang an feststeht. Kann die Agentenlogik keine ausreichende Antwort erzeugen, sollte sie keine Sicherheit vortäuschen. Eine knappe Rückmeldung, dass die vorhandenen Angaben für die gewünschte Zusammenfassung nicht ausreichen, ist hilfreicher als eine frei ergänzte Antwort. Das gilt unabhängig davon, welche weiteren Anwendungen das Make-Szenario verwendet.

Gegenüber einer Eigenentwicklung entfällt die Ereignisbrücke

Vor dieser Verbindung mussten externe Agenten rund um monday.com eine eigene Brücke für Eingang und Rückgabe mitbringen. Die Anwendung brauchte einen Weg, relevante Ereignisse zu erkennen, den Kontext zu übertragen und die Agentenantwort an der richtigen Stelle sichtbar zu machen. Genau diese technische Fläche wird nun durch die Beta-Module in Make abgedeckt.

Was weiterhin individuell bleibt, ist die eigentliche Fähigkeit des Agenten. Die Module bestimmen nicht, welche Quellen er nutzt, wie er Inhalte bewertet oder welches Ergebnisformat er erzeugt. Diese Logik liegt im Make-Szenario beziehungsweise in den dort verbundenen Komponenten. Die Integration trennt damit Plattformkontakt und Agentenfunktion: monday.com liefert Arbeitskontext und Sichtbarkeit, Make orchestriert die Verarbeitung.

Diese Trennung ist besonders interessant für Teams, die bereits Szenarien in Make nutzen. Bestehende Verbindungen zu anderen Werkzeugen können Teil der Agentenantwort werden, während der Zugang für die Mitarbeitenden in monday.com liegt. Für einen einzelnen, einfachen Automatismus wäre das möglicherweise mehr Fläche als nötig. Bei einem Agenten, der mehrere Quellen oder Dienste kombiniert, spielt Make seine Stärke als Verbindungsschicht aus.

Wo die Beta besonders gut passt

Das passende Einsatzprofil sind klar umrissene Aufgaben, die in monday.com entstehen und externe Verarbeitung benötigen. Dazu gehören Briefings aus Erwähnungen, Zusammenfassungen aus Chats und vorbereitende Analysen nach einer Zuweisung. Gemeinsam ist diesen Beispielen, dass Menschen das Ergebnis wieder im ursprünglichen Arbeitskontext benötigen.

Weniger passend sind Aufgaben, deren Ergebnis keinen Bezug zu einem Chat, einer Erwähnung oder einer Zuweisung hat. Dann bringt die sichtbare Rolle des Agenten in monday.com wenig zusätzlichen Nutzen. Die Verbindung ist auch kein Ersatz für eine klar definierte Agentenfunktion: Ohne eindeutigen Auftrag, passende Daten und ein verständliches Ausgabeformat liefert selbst eine saubere Übergabe kein verlässliches Arbeitsergebnis.

Da die vier Module als Beta veröffentlicht wurden, sollten Teams zunächst Aufgaben wählen, deren Ergebnis nachvollziehbar bleibt. Zusammenfassungen, Entwürfe und strukturierte Vorarbeiten eignen sich dafür besser als nicht rückholbare Aktionen. Die Antwort im Board schafft einen sichtbaren Übergabepunkt, an dem Menschen das Resultat unmittelbar einordnen können.

Die eigentliche Neuerung ist damit präzise: Eigene Agenten müssen für die Zusammenarbeit mit monday.com nicht länger eine separate Ereignis- und Antwortschicht mitbringen. Make übernimmt diese Verbindung, während Chats, Erwähnungen, Zuweisungen und Antworten in der gewohnten Arbeitsoberfläche bleiben. Die Ankündigung im monday.com-Changelog und die Developer-Plattform ordnen die Module in das Angebot für externe Agenten und Partnerverbindungen ein.

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